XIEM® vs. Splunk: Warum der Mittelstand kein Enterprise-SIEM braucht
Splunk ist der Platzhirsch im SIEM-Markt. Seit über 20 Jahren das Standardwerkzeug in Enterprise-SOCs, mittlerweile Teil des Cisco-Portfolios, mit einem Ökosystem aus tausenden Apps und Integrationen. Wer über SIEM spricht, spricht oft zuerst über Splunk.
Und trotzdem entscheiden sich immer mehr mittelständische Unternehmen dagegen. Nicht weil Splunk schlecht wäre — sondern weil es für ihre Anforderungen die falsche Lösung ist. Dieser Artikel erklärt, warum XIEM® die bessere Wahl ist — für Unternehmen, die wirksame Sicherheit brauchen, nicht das größte Logo auf dem Chart.
Das Preisproblem: Wenn Log-Volumen zum Geschäftsrisiko wird
Splunks Lizenzmodell basiert auf dem täglichen Ingest-Volumen — gemessen in Gigabyte pro Tag. Das klingt zunächst logisch: Wer mehr Daten einspeist, zahlt mehr. In der Praxis bedeutet es: Jede zusätzliche Log-Quelle, jeder neue Server, jede Cloud-Integration erhöht die Lizenzkosten. Unternehmen beginnen, Entscheidungen über ihre Sicherheitsarchitektur anhand von Lizenzkosten zu treffen statt anhand von Risiken.
Das ist kein theoretisches Problem. In der Branche hat sich der Begriff „Splunk Tax” etabliert — die Praxis, Log-Quellen bewusst nicht anzubinden, weil das Ingest-Budget ausgeschöpft ist. Firewall-Logs werden gedrosselt, Endpoint-Telemetrie gefiltert, Cloud-Audit-Logs gar nicht erst eingebunden. Das Ergebnis: Ein SIEM, das per Design blind ist für die Datenquellen, die es am dringendsten bräuchte.
Die Einstiegskosten für Splunk Enterprise liegen für mittelständische Unternehmen typischerweise im sechsstelligen Bereich pro Jahr — und skalieren schnell in den siebenstelligen Bereich, sobald Log-Volumina wachsen. Seit der Übernahme durch Cisco im März 2024 kommt der Druck hinzu, weitere Cisco-Produkte in den Stack zu integrieren. Hinzu kommen die Personalkosten für den Eigenbetrieb: Mindestens zwei bis drei Vollzeitäquivalente (FTE) für Administration, Detection Engineering und Tuning — Security-Spezialisten, die auf dem Arbeitsmarkt schwer zu finden und teuer zu halten sind. In Summe übersteigen die Personalkosten die Lizenzkosten oft um das Zwei- bis Dreifache.
XIEM® geht einen anderen Weg: Ein Pauschalmodell pro Tier, nicht an das Ingest-Volumen gekoppelt. Sie binden alle relevanten Log-Quellen an — ohne Angst vor der nächsten Rechnung. Sichtbarkeit ist kein Budgetposten, sondern Grundvoraussetzung.
Personal: Die versteckte Kostenfalle
Splunk verkauft Software. Den Betrieb müssen Sie selbst sicherstellen. Das bedeutet in der Praxis: Sie brauchen ein dediziertes Team, das Splunk administriert, Use Cases entwickelt, Detection Rules schreibt, False Positives tuned und die Infrastruktur betreibt. Für ein Unternehmen mit 200 bis 500 Mitarbeitern ist das eine erhebliche Investition — in Menschen, die Sie erst finden, dann halten und deren Wissen Sie vor Abwanderung schützen müssen. Kündigt einer dieser Spezialisten, steht das SOC still.
XIEM® ist ein Managed Service. NEOSEC betreibt das SIEM, entwickelt die Detection-Regeln, tuned die Alerts und liefert Ihnen verwertbare Ergebnisse — nicht Rohdaten, die Sie selbst interpretieren müssen. Sie brauchen kein eigenes SIEM-Team. Sie brauchen einen Ansprechpartner, der Ihnen sagt, was in Ihrem Netz passiert.
Komplexität: Schweizer Taschenmesser vs. scharfes Skalpell
Splunk kann alles. Das ist gleichzeitig seine größte Stärke und seine größte Schwäche. Die Plattform ist als universelle Datenanalysemaschine konzipiert — sie kann SIEM, aber auch Observability, IT-Operations, Business Analytics und Application Performance Monitoring. Diese Flexibilität hat ihren Preis: Die Lernkurve ist steil, die Konfiguration komplex, und die SPL-Abfragesprache (Search Processing Language) ist ein eigenes Fachgebiet.
Für Großkonzerne mit dedizierten Security-Engineering-Teams ist das kein Problem. Für ein mittelständisches Unternehmen, dessen IT-Leiter neben dem SIEM noch Firewall, Endpoint Protection, Backup und Helpdesk verantwortet, ist es eine Überforderung.
XIEM® ist auf Cybersicherheit fokussiert — nicht auf alles. Vier klar definierte Tiers (Sentry, Orchestrate, Control, Control AI) decken den gesamten Reifegrad ab, von der Basis-Überwachung bis zum KI-gestützten SOC-Betrieb. Die Komplexität liegt bei uns, nicht bei Ihnen.
Detection: Out-of-the-Box vs. Build-for-you
Splunk liefert mit der Enterprise Security App ein Framework für Detection — aber die eigentliche Arbeit beginnt danach. Detection Rules müssen geschrieben, getestet, an die eigene Umgebung angepasst und kontinuierlich aktualisiert werden. Ohne diesen Aufwand ist Splunk ein teures Log-Archiv.
XIEM® liefert Detection-Regeln, die auf realen Bedrohungsszenarien basieren und kontinuierlich durch unser SOC-Team weiterentwickelt werden. MITRE ATT&CK Mapping ist integriert, nicht optional. Jeder Alert wurde von einem Analysten bewertet, bevor er Sie erreicht — kein Alert-Rauschen, keine False-Positive-Flut.
NIS-2-Compliance: Nachweis statt Datenbank
NIS-2 verlangt nicht, dass Sie ein SIEM betreiben. NIS-2 verlangt, dass Sie nachweisen können, dass Sie sicherheitsrelevante Ereignisse erkennen, darauf reagieren und dies dokumentieren. Die Meldepflicht — 24 Stunden Erstmeldung, 72 Stunden Detailbericht — setzt voraus, dass Sie überhaupt wissen, dass etwas passiert ist.
Splunk gibt Ihnen die Werkzeuge, diesen Nachweis zu erbauen. XIEM® gibt Ihnen den Nachweis. Unser Reporting ist auf BSI-konforme Dokumentation ausgelegt: MTTD-Metriken, Incident-Timelines, Meldeketten-Protokolle — fertig für die Behörde, nicht erst nach wochenlanger Aufbereitung.
Technologie: Offen statt eingeschlossen
Splunk ist proprietär. Daten, die in Splunk liegen, liegen in Splunks Format. Die Migration weg von Splunk ist aufwändig und teuer — was durchaus beabsichtigt ist. Mit der Cisco-Übernahme verstärkt sich dieser Effekt: Die Plattformstrategie zielt darauf ab, Kunden im Cisco-Ökosystem zu halten.
XIEM® basiert technologisch auf Wazuh — einer Open-Source-SIEM-Plattform mit über 20 Millionen Downloads und einer aktiven Community. Das bedeutet: Keine proprietären Datenformate, keine künstlichen Lock-in-Mechanismen, volle Transparenz über die eingesetzte Technologie. Wenn Sie morgen entscheiden, dass Sie XIEM® nicht mehr brauchen, nehmen Sie Ihre Daten mit. Wir halten Sie nicht durch Abhängigkeit, sondern durch Leistung.
Für wen ist Splunk die richtige Wahl?
Fairerweise: Splunk hat seine Berechtigung. Für Großkonzerne mit dedizierten Security-Engineering-Teams, komplexen Multi-Cloud-Umgebungen und dem Budget für eine siebenstellige SIEM-Investition plus Personalkosten ist Splunk ein mächtiges Werkzeug. Wer bereits ein Team von Splunk-Spezialisten hat und die Plattform produktiv nutzt, hat keinen Grund zu wechseln.
Für alle anderen — für den Mittelstand, für Unternehmen mit 50 bis 2.000 Mitarbeitern, für IT-Leiter, die neben dem SIEM noch zehn andere Baustellen haben, für Geschäftsführer, die NIS-2-Compliance nachweisen müssen, ohne ein eigenes SOC aufzubauen — ist XIEM® die bessere Wahl.
Der Vergleich auf einen Blick
| Splunk Enterprise | XIEM® | |
|---|---|---|
| Lizenzmodell | Pro GB/Tag Ingest — skaliert mit Log-Volumen | Pauschale pro Tier — planbar und vorhersehbar |
| Betrieb | Eigenbetrieb (2–3 FTE erforderlich) | Managed Service durch NEOSEC |
| Kostentreiber | Lizenz + Personal + Infrastruktur | Ein Pauschalpreis, alles inklusive |
| Detection | Framework — Rules selbst entwickeln | Fertige Rules + kontinuierliche SOC-Analyse |
| NIS-2-Reporting | Selbst aufbauen | BSI-konform integriert |
| Technologie | Proprietär (Cisco) | Open Source (Wazuh-basiert) |
| Lock-in | Hoch — proprietäres Datenformat, Cisco-Ökosystem | Kein Lock-in — offene Standards, Daten gehören Ihnen |
| KI-Integration | Splunk AI Assistant (kostenpflichtiges Add-on) | XIEM® Control AI (nativ im höchsten Tier) |
| Zielgruppe | Enterprise mit eigenem Security-Team | Mittelstand ohne dediziertes SOC |
| Time-to-Value | Monate (Deployment + Tuning + Personalaufbau) | Tage bis Wochen |